Love Letters

2017 – Sony Music

 

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Love Letters – ein hörbar gemachtes Gefühl

Zufällig wiederentdeckte Liebesbriefe aus der Familie inspirierten Deutschlands erfolgreichste Jazzsängerin Lyambiko zu neuen eigenen Songs und einer frischen Sicht auf Jazzklassiker wie Close Your Eyes und Stardust.

„Ja, diese Nacht habe ich wieder einmal von Dir geträumt, was, weiß ich leider nicht mehr, aber ich war ganz glücklich erwacht. Überhaupt, auch am Tag, wenn meine Gedanken wegen der Arbeit ausfliehen können, da sind sie bei Dir. Vergangenes und Zukünftiges schwebt um mich. Glückselige Gedanken der Liebe.“
Nein, das ist kein Songtext. Das ist ein Liebesbrief, geschrieben 1934 vom Großvater des Ehemanns der in der Schweiz lebenden deutschen Jazzsängerin Lyambiko. Nicht zuletzt ihre beiden jüngsten Alben Lyambiko Sings Gershwin (2012) und Muse (2015) haben gezeigt, dass die ECHO-Preisträgerin es liebt, einen roten Faden durch die Songs ihrer Alben zu spinnen. Zu Love Letters hat sie der zufällige Fund einer Kiste voller Liebesbriefe auf dem Dachboden des Elternhauses ihres Mannes inspiriert. Getrennt durch weit entfernte Arbeitsplätze und letztlich den Zweiten Weltkrieg, hatten dessen Großeltern in der Zeit von 1933 bis 1944 oft nur über diesen Briefwechsel die Möglichkeit, Kontakt zueinander zu halten, um sich ihrer Liebe zu versichern oder sich über Alltägliches auszutauschen.
„Ich habe diese Briefe innerhalb weniger Tage verschlungen. Das war, als würde man einen Roman lesen“, erinnert sich Lyambiko. Beim Lesen der Briefe kam ihr die Idee zu Love Letters. „Ich begann, die damaligen Zeiten mit heute zu vergleichen. So kamen die beiden Ebenen von Alt und Neu zusammen. Daraus erwuchs das Bedürfnis, alte Stücke aufzunehmen, von denen ich mir hätte vorstellen können, die könnte sie vor sich hin geträllert haben, wenn sie an ihn gedacht hat. Dazu wollte ich neue Stücke schreiben, die besser auf mich passen.“
Das Ergebnis ist eine Mischung aus eigenen Songs mit Klassikern wie Close Your Eyes, Stardust oder Someday My Prince Will Come, die vor dem Hintergrund der Liebesbriefe eine ganz neue Geschichte erzählen. Mit großem Feingefühl werden die Oldtimer und neue Lieder zu einem stimmigen Ganzen verwebt, das ohne kalkulierte Vintage-Patina authentisch die altmodischste und doch zugleich aktuellste aller Empfindungen auf zwei verschiedenen Zeitebenen beschreibt.
Mit Trompeter Martin Auer, Pianist Marque Lowenthal, Bassist Robin Draganic und Schlagzeuger Tilman Person gelingt Lyambiko das seltene Kunststück, das geheimnisvolle Funkeln einer versunkenen Welt hörbar zu machen. Sie lässt sich ganz und gar auf jedes Lied ein und nimmt sich so weit wie möglich zurück.
Love Letters ist ein zeitloser Kontrapunkt zur Kurzlebigkeit von Twitter und Facebook, ein hörbar gemachtes Gefühl und eine sehr persönliche Zeitreise mit Rückfahrkarte.

„Love Letters“ ist eine großartige Erinnerung an die Liebe und die Kunst, sie in Worte und Töne zu fassen.“ – MDR Kultur

 

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